Haltbarkeit und Lebensdauer eines Reetdaches – Infos & Tipps
Kaum ein organischer Baustoff ist der Witterung so sehr ausgesetzt wie das Schilf auf einem Reetdach. Seine hohe Beständigkeit verdankt das Reetdach der Tatsache, dass Schilf einen hohen Anteil an Silikaten aufweist. Dies ist auch der Grund, warum das Reetdach im Gegensatz zum Strohdach in Deutschland nicht ausgestorben ist.
Ein Reetdach unterliegt hauptsächlich zwei Alterungsprozessen:
- Natürliche Abnutzung: Sie wird durch Sonne, Wind, Regen und Frost verursacht. Im Laufe der Zeit verliert das Reet seinen hellen Goldton und nimmt eine silbergraue Farbe an. Besonders die äußerste Schicht des Reets, die am stärksten der Witterung ausgesetzt ist, nutzt sich zuerst ab, wobei vor allem die Stoppelenden betroffen sind.
- Zersetzung durch Mikroorganismen: Dieser Prozess wird durch anhaltende Feuchtigkeit begünstigt, was zu einer schnelleren Zersetzung des Reets durch Pilze und Bakterien führen kann.
Besonders an der Wetterseite des Hauses ist die Abnutzung in der Regel stärker ausgeprägt. Hier kann das Reet schneller altern als an geschützteren Stellen des Daches.